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Wissenswertes

Alles, was man über CO2 wissen muss

Das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) hat einen großen Einfluss auf das Klima. Deshalb setzen wir uns dafür ein, mit einem sparsamen Verbrauch von Energie den CO2-Ausstoß so gering wie möglich zu halten. Die Hessische Landesregierung geht mit positivem Beispiel voran und trägt mit der CO2-neutralen Landesverwaltung aktiv zum Klimaschutz bei.

Was genau ist eigentlich CO2?

CO2 ist die chemische Formel für Kohlendioxid, ein farbloses, geschmack- und geruchloses und nicht brennbares Gas. Es ist eine Verbindung die aus Kohlenstoff und Sauerstoff und existiert als natürliches Gas in unserer Atmosphäre.

Obwohl es dort von Natur aus nur in geringen Mengen vorkommt, hat es eine große Bedeutung für die Lebewesen auf der Erde und einen Einfluss auf das Klima. Als sogenanntes Treibhausgas sorgt es wie eine Decke dafür, dass eingestrahlte Sonnenenergie nicht vollends in den Weltraum entweichen kann und sich die Erde auf eine überlebensnotwendige Temperatur erwärmt. Der natürliche Treibhauseffekt macht das Leben auf der Erde erst möglich. Durch die schützende Atmosphäre hat die Erde eine Durchschnittstemperatur von etwa +15 Grad.
Es ist ein natürliches Neben­produkt der Zell­atmung vieler Lebe­wesen und entsteht zudem bei der Verbrennung von Holz, Kohle, Öl oder Gas. Auch beim Zer­fall toter Organismen oder durch natürliche CO2-Quellen, wie beispiels­weise Vulkan­gase, wird Kohlen­stoff­dioxid frei. 

Warum ist zu viel CO2 schädlich fürs Klima?

Durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl oder Erdgas für Strom und Wärme, die Herstellung von Waren und durch den Verkehr wird weltweit immer mehr Kohlendioxid freigesetzt.

Wird die Konzentration von Treibhausgasen zu hoch – wird mehr Wärmestrahlung zurück auf die Erde gelenkt und die Erde heizt sich zu stark auf. Und das bringt unser Ökosystem erheblich ins Ungleichgewicht. Das Erdklima erwärmt sich, die Polkappen und Gletscher schmelzen ab und der Wasserspiegel der Ozeane steigt. Diese Klimaveränderungen führen außerdem zur Zunahme von Extremwetterphänomenen, wie Hitze­wellen und Dürren.

In Deutschland werden pro Kopf täglich 30 Kilogramm Treibhausgase produziert.

Welche Maßnahmen können zur Vermeidung von CO2-Emissionen beitragen?

Wir alle können zum Schutz des Klimas beitragen, indem wir auf einen sparsamen Verbrauch von Energie achten und statt fossiler Brennstoffe erneuerbare Energiequellen nutzen. Insbesondere bei Gebäuden, im Verkehrssektor und in der Industrie können damit CO2-Emissionen beträchtlich reduziert werden.

Mit einem CO2-Rechner können wir erkennen, wie viele Emissionen wir selbst erzeugen und wie wir unseren persönlichen CO2-Ausstoß optimieren können. Das Ergebnis ist der persönliche CO2-Fußabdruck.

CO2-Fußabdruck

Der CO₂-Fußabdruck, auch CO₂-Bilanz genannt, ist ein Maß für den Gesamtbetrag von Kohlenstoffdioxid-Emissionen, der, direkt und indirekt, durch eine Aktivität verursacht wird oder bei der Herstellung eines Produkts entsteht.

Bei dem CO2-Fußabdruck handelt es sich um die Menge an CO2-Emissionen, die ein Mensch in einer bestimmten Zeit verursacht. Diese CO2-Bilanz zeigt auf, wie man im Durchschnitt dasteht: Bei einem großen Fußabdruck, werden überdurchschnittlich viele Emissionen verursacht; ein kleiner Fußabdruck hingegen steht für ein klimafreundliches Leben. Zur Berechnung des persönlichen CO2-Fußabdrucks sind einige Angaben zum Verbrauchsverhalten des Menschen, wie zum Beispiel Stromverbrauch, Heizbedarf, Konsumverhalten, Essgewohnheiten und Mobilität notwendig.

Was bedeutet klimaneutral?

Als klimaneutral werden Vorgänge oder Verhaltensweisen bezeichnet, die das Klima weder positiv noch negativ beeinflussen. Für die Herstellung eines Produktes oder für eine Dienstleistung bedeutet das, dass dadurch die Menge an klimaschädlichen Gasen in der Atmosphäre nicht erhöht wird. Erreichen kann man dies zum Beispiel mit der Verwendung von erneuerbarer Energie und nachwachsenden Rohstoffen.

Erneuerbare Energie und nachwachsende Rohstoffe

Von erneuerbarer Energie spricht man, wenn für die Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen natürliche Prozesse oder nachwachsende Rohstoffe genutzt werden. Die Quellen für die Energie stehen also nahezu immer zur Verfügung oder wachsen regelmäßig nach. Zu den erneuerbaren Energiequellen zählen die Sonnenstrahlung, die Energie aus Wind- und Wasserkraft, die Erdwärme, die Verbrennung von Holz und Biogas. Nachwachsende Rohstoffe werden unter der Bezeichnung Biomasse zusammengefasst und können pflanzlicher oder tierischer Herkunft sein. Wenn Elektrizität aus erneuerbaren Energien stammt, dann nennt man sie grünen Strom oder Ökostrom.

Kompensation von CO2-Emissionen

Durch klimabewusstes Handeln lassen sich an vielen Stellen Emissionen vermeiden oder reduzieren. Für die verbleibenden unvermeidbaren Emissionen kommt als letzter Schritt deren Ausgleich in Betracht, auch Kompensation genannt. Der Grundgedanke der Kompensation ist, den Ausstoß einer bestimmten Menge an Treibhausgasemissionen, der an einem Ort der Welt nicht vermieden wird, an einem anderen Ort der Welt zu verhindern. Die Kompensation erfolgt über Emissionsminderungsgutschriften – auch als Zertifikate bezeichnet -, mit denen dieselbe Emissionsmenge in Klimaschutzprojekten ausgeglichen wird. Wichtig ist, dass es ohne den Mechanismus der Kompensation das Klimaschutzprojekt nicht geben würde, es sich also bei dem Projekt um eine zusätzliche Klimaschutzmaßnahme handelt.

Bei der Kompensation gilt es, unterschiedliche Standards zu beachten. Eine wichtige Orientierung für die Qualität der Zertifikate ist der Gold Standard. Zertifikate mit Gold-Standard oder einem vergleichbaren Standard berücksichtigen nur Projekte, die nachweislich zur Reduktion von Treibhausgasen führen und gleichzeitig gut für die lokale Umwelt und soziale Belange der Bevölkerung sind. In einem Ratgeber gibt das Umweltbundesamt (UBA) Informationen und Hilfestellungen, wie Emissionen durch Klimaschutzprojekte freiwillig kompensiert werden können.