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Minimieren Substituieren Kompensieren

Minimieren

Minimierungsmaßnahmen lassen sich in vielerlei Hinsicht umsetzen, z.B. durch die energieeffiziente Nutzung von Wärme bzw. Kühlung oder bei Beleuchtungssystemen. Der entscheidende Anteil an der Ausschöpfung von Energieeinsparpotenzialen liegt bei Investitionen in energieeffiziente Gebäude, Technologien und Geräte.

Neben investiven Maßnahmen lässt sich aber auch ohne den Einsatz von finanziellen Mitteln durch bloße Verhaltensänderungen der Menschen wirksam Energie und damit Emissionen einsparen.

Erste Priorität in der Projektstrategie hat die Reduktion des Energieverbrauchs.

 

Substituieren

Zweite Priorität ist es, den verbleibenden Energieverbrauch möglichst klimaneutral zu substituieren. Die Energie- und Umweltbilanz kann durch den Einkauf von emissionsneutralen oder besonders emissionsarmen Energieträgern verbessert werden, z.B. durch die Beschaffung von Ökostrom statt konventionell erzeugtem Strom oder durch die Verwendung von erneuerbaren Energien zur Bereitstellung von Heiz- und Prozesswärme an Stelle fossiler Brennstoffe.

Für den Bereich der Substitution wurden mit dem Umstieg auf alternative Energien wichtige Meilensteine gesetzt, ohne die Anstrengungen zur Vermeidung von CO2-Emissionen zurückzufahren. So wurde z. B. die gesamte Stromlieferung der Hessischen Landesverwaltung auf Ökostrom umgestellt, ein Pilotprojekt im Bereich Elektrofahrzeuge gestartet und bei der Wärmeerzeugung und -versorgung, soweit technisch und wirtschaftlich vertretbar, auf alternative Energieträger umgestellt.

 

Kompensieren

Auch wenn durch die Aktivierung der Potenziale zur Minimierung und Substitution erhebliche Reduktionen erreicht werden können, lassen sich letztendlich nicht alle Emissionen vollständig vermeiden.

Wenn Klimaneutralität insbesondere mit Blick auf die finanziellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unmöglich ist, wird mit dritter Priorität die Kompensation von CO2-Emissionen verfolgt. Die verbleibenden Emissionen können beispielsweise durch Ankauf und Stilllegung hochwertiger Emissionszertifikate aus Klimaschutzprojekten oder auch durch eigene Energieproduktion kompensiert werden. 

Der Zeitraum innerhalb dessen Erfolge erwartet werden, umfasst mittelfristig die Jahre 2009 bis 2015. Langfristig läuft das Projekt bis zum Jahr 2030. Bis dahin soll das Ziel einer CO2-neutral arbeitenden Landesverwaltung erreicht sein.

Für den Kompensationsverlauf wurde eine Modellrechnung aufgestellt, die zunächst eine Neutralstellung der Flugreisen und des Fuhrparks  sowie im Folgenden die Initiierung von Kompensationsprojekten  vorsieht.