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Genießen und Klima schützen

Ganz sicher hat ein regional geernteter Apfel eine bessere Klimabilanz als einer aus Neuseeland oder Chile.
Oder etwa nicht?
Sicher stimmt das für einige Monate nach der Ernte. Denn der Apfel kommt nach der Ernte ins Kühlhaus und wird dort bei +0°C gelagert. Das kostet Energie, je länger der Apfel gelagert wird, umso mehr Energie wird verbraucht. Liegen die Äpfel mehr als ein halbes Jahr im Kühlhaus, kann durchaus der Apfel aus Chile, der also auf der Südhalbkugel gerade frisch geerntet wurde eine bessere Klimabilanz haben als der einheimische Apfel, der lange im Kühlhaus lag.

Generell lässt sich für den CO2 Fußabdruck festhalten:

- frisch ist meist besser als verarbeitet

- lokal oder regional ist besser als von weit her transportiert, wenn es einigermaßen frisch geerntet ist

Auch im Haushalt wird eine Menge Energie benötigt. Doch durch schlaues Handeln kann gespart werden.

 

Kleingeräte sind Top-Energiesparer
Vom Wasserkocher bis zum Eierkocher sind die kleinen Helfer wesentlich günstiger als die Kochstelle. Wenn Sie zum Beispiel Ihre Brötchen auf dem Toaster statt im Backofen aufbacken, sparen Sie bis zu 70 % der Energie

Kochtopf und Kochplatte gehören zusammen!
Töpfe sollten genau auf die Herdplatte passen. Sind Töpfe nur wenige Zentimeter kleiner als die Herdplatte, so verpufft ein Teil der Energie ungenutzt.
Auch das Material ist entscheidend. Kochgeschirr aus Edelstahl oder Kupfer strahlt deutlich weniger Wärme ab als Töpfe aus Emaille. Töpfe mit verbeultem Boden verlängern die Garzeit und verursachen unnötig Energiekosten. Die Investition in neue Töpfe kann sich schnell lohnen.

Verwenden Sie Kochgeschirr mit ebenem Boden und gut schließenden Deckeln.
Eine besonders gute Wärmeübertragung haben sogenannte Sandwichböden. Das Geschirr sollte außerdem mit einem gut schließenden Deckel ausgestattet sein. In der Folge entweicht nur wenig Dampf und Energie.

Jeder Topf hat seinen passenden Deckel – und der soll auch drauf!
Ohne Deckel verbrauchen Sie etwa das Dreifache an Energie. Verkürzen Sie den Garprozess durch einen passenden Topf- oder Pfannendeckel. Mit Glasdeckeln behalten Sie übrigens den Überblick auch ohne „topfgucken“.

Schnell garen – schnell sparen!
Setzen Sie bei langen Garzeiten den Schnellkochtopf ein, so erhalten Sie wertvolle Vitamine, sparen Zeit – und bis zu 40 % Energie.

Tiefkühlkost
Werden Tiefkühlgerichte direkt aus dem Kühlfach in die Pfanne oder den Ofen gegeben, verlängert sich die Koch- bzw. Backzeit entsprechend. Besser: Tiefgekühltes mindestens eine Stunde vor der Zubereitung bei Zimmertemperatur auftauen lassen.

Schalten Sie einen Gang zurück
… und zwar direkt nach dem Ankochen. Schalten Sie bei Elektroherden nach dem Ankochen frühzeitig auf eine niedrige Stufe zurück. Ganz ausschalten können Sie den Herd dann auch 5 bis 10 Minuten vor Ende der Garzeit. So nutzen Sie die Nachwärme und sparen Energie.

So sparen Sie fast 20 % Energie.

Backofen vorheizen muss nicht immer sein
Verzichten Sie – wann immer es möglich ist – auf das Vorheizen des Backofens!
Bei einer Back- bzw. Bratdauer über 40 Minuten empfiehlt es sich, die Restwärme im Backofen zu nutzen. Schalten Sie den Backofen 5 Minuten vor Ende der Zubereitungszeit ab.

Umluft statt Ober-/Unterhitze spart Energie!
Bei gleicher Garzeit kann so die Temperatur um 20 bis 25 °C reduziert werden. Mit Umluft kann zudem gleichzeitig auf mehreren Etagen eine grosse Menge erhitzt werden, was zusätzlich energieeffizienter ist.

Klappe zu!
Öffnen Sie die Backofentür nicht unnötig. Hier ist es ähnlich wie bei den Töpfen. Bei jedem Öffnen der Backofentür gehen rund 20% Energie verloren. Öffnen Sie die Tür deshalb so wenig wie möglich.

Wenig Flüssigkeit verwenden!
Sparen Sie Energie, indem Sie mit möglichst wenig Flüssigkeit kochen. Je weniger Wasser im Topf ist, desto weniger Energie braucht es zum Kochen. Wer seine Speisen mit viel Wasser kocht, verbraucht hingegen unnötig Energie. Darüber hinaus werden wertvolle wasserlösliche Nährstoffe aus den Lebensmitteln ausgeschwemmt. Da lohnt es sich, auf die Wasserzugabe zu achten.

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