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Foto: Philipps-Universität Marburg

(v.l.n.r.): Rainer Kühne, Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg; Dr. Franz Kahle, Bürgermeister der Stadt Marburg; Dr. Thomas Spies, Oberbürgermeister der Stadt Marburg; Dr. Thomas Schäfer, Hessischer Finanzminister; Prof. Dr. Katharina Krause, Universitätspräsidentin und Dr. Uwe Grebe, Geschäftsführer des Studentenwerks Marburg sowie Peter Caratiola vom Hessischen Finanzministerium

 

Finanzministerium und Stadtwerke schließen Vertrag zum Ausbau einer energieeffizienten und wirtschaftlichen Fernwärmeversorgung in Marburg

Mit dem Austausch der Vertragsurkunden zwischen den Stadtwerken Marburg und dem Land Hessen ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur CO2-neutralen Landesverwaltung erreicht worden.

Der Vertrag sieht vor, dass das bislang im Eigentum des Landes stehende Fernwärmenetz für eine Million Euro an die Stadtwerke Marburg verkauft wird. Damit werden Betrieb und Eigentum des Fernwärmenetzes fortan gemeinsam bei den Stadtwerken als fachkundiges Unternehmen angesiedelt sein. Auch das Heizkraftwerk in Ortenberg wird für eine Million Euro an die Stadtwerke verkauft. Der Fernwärmevertrag sieht darüber hinaus vor, dass das circa acht Kilometer lange Fernwärmenetz aus Gründen der Energieeffizienz komplett erneuert wird. Das Land beteiligt sich an der Modernisierung der Fernwärmeleitungen mit einem Baukostenzuschuss in Höhe von zwei Millionen Euro.

Seit 1993 war den Stadtwerken die Betriebsführung für das Fernwärmenetz übertragen. Der bislang gültige Betriebsführungsvertrag endet mit der Eigentumsübertragung des Fernwärmenetzes. Dadurch werden dem Land künftig jährlich ca. 400.000 Euro erspart, die bislang für die Unterhaltung des Netzes an die Stadtwerke bezahlt wurden. Durch die Modernisierung des Netzes werden die Preise für Fernwärme spürbar sinken und das Land könne zukünftig weitere rund 700.000 Euro jährlich einsparen, erklärte Minister Dr. Schäfer.

Dank moderner, energieeffizienter Fernwärmeleitungen können die an das Netz angeschlossenen Liegenschaften des Landes jährlich bis zu 5.900 Tonnen einsparen. Zu diesem Kreis gehört auch die Philipps-Universität, die mit ihren 31 Liegenschaften den Großteil der Fernwärmenutzer stellt.

In ganz Hessen werden bereits zahlreiche Landesliegenschaften mit Fernwärme versorgt. Die effiziente Energienutzung und Bereitstellung von emissionsarmen Energieträgern ist Teil des Energieeffizienzplans Hessen 2030, der im Rahmen des Projektes „CO2-neutrale Landesverwaltung“ aufgelegt wurde.

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