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Projekte

Erweiterungsneubau Hessisches Ministeriums der Finanzen

Mit dem Erweiterungsanbau ist für das Hessische Ministerium der Finanzen ein ressourcenschonender und umweltfreundlicher Neubau mit besonders hoher Nutzungs- und Gebäudequalität entstanden. Als Passivhaus errichtet, werden natürliche Energiequellen hocheffizient genutzt und Energieverluste nahezu vollständig vermieden. Das Gebäude braucht keine eigene aktive Heizung. Die notwendige Wärme wird im Wesentlichen durch innere Wärmegewinne, die Rückgewinnung aus der Raumluft, sowie durch Sonneneinstrahlung gedeckt. Darüber hinaus benötigte Wärme wird aus der Abwärme des Abgases des Heizkessels im Bestandsgebäude des Finanzministeriums gewonnen.

Im Zuge der baulichen Umsetzung wurden die ökologischen, ökonomischen, soziokulturellen, sowie technischen Aspekte nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundes (BNB) in ein ausgewogenes Verhältnis zueinander gebracht. Das Gebäude ist mit dem Qualitätsniveau „Silber“ und als besonders schadstoffarm bewertet.

Nicht nur das Erreichen eines Heizwärmebedarfs von weniger als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, sondern auch die Wahl der Baustoffe und ihre Transportwege spielen bei der Erfüllung der Nachhaltigkeitskriterien eine wichtige Rolle. Beispielweise wurde für die Gestaltung des Veranstaltungssaals Muschelkalk verwendet, der standortnah bezogen worden ist.

Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen übernahm bei dem Bauprojekt die Planung, von der Grundlagenermittlung bis zur Genehmigungsplanung, die Projektleitung und die Bauausführung.

Das Bauprojekt, für das der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen die Projektleitung und die Bauausführung übernahm ist von der Planung bis zur Zertifizierung vom Passivhaus Institut beratend begleitet worden. Das Passivhaus Institut wird ebenso in den ersten Nutzungsjahren bei der Einregulierung und Betriebsoptimierung des neuen Anbaus den Gebäudenutzern zur Seite stehen.

Neubauensemble Hochschule Fulda

Die Gebäude der Hochschule Fulda sind ein Beispiel für die gelungene Umsetzung der in Hessen eingeführten Energieeffizienzstandards im Staatlichen Hochbau.

Das neue Bibliotheksgebäude mit Mensa, Cafeteria und Außengastronomie sowie dem Student Service Center ist zum neuen Mittelpunkt der Hochschule Fulda geworden. Durch ein ausgefeiltes Energiekonzept können die Gebäude wirtschaftlich effizient und klimafreundlich unterhalten werden und in puncto Energieeffizienz erfüllen sie höchste Anforderungen.

Mit ihrer Fertigstellung im Jahr 2013 wurde ein neuer Energieeffizienz‑Standard im Staatlichen Hochbau gesetzt, der die Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2009 voraussichtlich deutlich unterschreiten wird.

Eine besonders gute Dämmung der Außenwände hält die Wärmeverluste gering. Bei zusätzlichem Heizbedarf sorgt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für die Versorgung der Bibliothek und des Student Service Center. Zusätzlich wird die Abwärme der Mensaküche zur Warmwasserbereitung und zum Heizen verwendet.

Die Neubauten sowie die Außengestaltung mit einem Investitionsvolumen von knapp 42 Millionen Euro wurden im Rahmen des Hochschulbauprogramms HEUREKA realisiert. In diesem Programm sind bis 2020 Investitionen von insgesamt drei Milliarden Euro für die hessischen Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen vorgesehen.