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Energiemanagement

Erfolgreiche Einführung des Energiemanagementsystems EcoStep Energie

Organisatorische Maßnahmen wie die Festlegung von Verantwortlichkeiten, Zuständigkeiten und Betriebsabläufen bilden die Grundlage, den Energieverbrauch im Auge zu behalten und zur Steigerung der Energieeffizienz in den Liegenschaften beizutragen. Die guten Ergebnisse, die mit der Einführung eines Energiemanagementsystem erzielt wurden, bestätigen, dass durch systemisches Vorgehen interne Prozesse verbessert werden können.

In zwei Pilotphasen ist in 20 hessischen Dienststellen des Landes das Energiemanagementsystem (EnMS) EcoStep Energie eingeführt worden, um den Energieverbrauch und die Emissionen kontinuierlich zu reduzieren. Zum Abschluss dieser Einführungsphasen können nun die Erkenntnisse aus der Arbeit mit dem  Managementsystem in andere Dienststellen übertragen und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess angestoßen werden. Projektleiter Elmar Damm zeichnete die teilnehmenden Dienststellen aus und würdigte die Ergebnisse, die in den Liegenschaften erzielt wurden.

Was ist EcoStep Energie?

Durch ein Managementsystem soll sichergestellt werden, dass definierte Ziele systematisch, in allen Ressorts in derselben Art und Weise, umgesetzt werden und in jeder Phase steuerbar sind.
Die Einführung eines Energiemanagementsystems erlaubt die Identifizierung von „Stellschrauben“ und Festlegung individueller Energieziele und Maßnahmen, auch im Bereich des Nutzerverhaltens zur Sensibilisierung zu einem energiesparenden Verbrauchsverhalten. Ziel ist, einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess anzustoßen und das Energiemanagement in das Tagesgeschäft zu integrieren.

 

EcoStep I

Der Schwerpunkt der ersten Pilotphase lag auf der Aufnahme und Auswertung der Energieverbräuche und Lastkurven. Anschließend wurden Möglichkeiten einer zielgerichteten Einflussnahme bei der Minderung von Energieverbrauch und Emissionen gemäß PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) analysiert. Dabei wurden auch die organisatorischen Schnittstellen (Nutzer, Energiebeauftragte, Haushandwerker) in den jeweiligen Dienststellen einbezogen.
Im Ergebnis der ersten Phase konnten Energieeinsparpotenziale ermittelt und Vorschläge zur Optimierung der Prozesse erarbeitet werden. Mit dem Angebot zur Teilnahme an der Piloteinführung besteht für die Dienststellen die Chance, durch ein integriertes, prozessorientiertes Vorgehen und eine an Aufwand/Nutzen orientierte Betrachtung zu erkennen, welche Maßnahmen und ggf. ergänzende Regelungen in ihrem speziellen Einflussbereich auf Dienststellenebene zielführend sind. Daraus kann abgeleitet werden, wie technische und auch verhaltensseitige Einflussnahme abgestimmt sein sollte, bzw. wo Grenzen der Einflussnahme bestehen.

 

EcoStep II

Seit Herbst 2016 werden mit externer Unterstützung in weiteren 14 Dienststellen Energieverbräuche beobachtet, Effizienzmaßnahmen identifiziert und Potenziale erschlossen.

Während in der ersten Phase Liegenschaften mit einem hohen Energieverbrauch teilgenommen haben, sind in der zweiten Phase Teilnehmer mit unterschiedlichen Nutzungs- und Gebäudestrukturen ausgewählt worden. Im Ergebnis sollen daraus Hinweise für die landesweite Einführung des Energiemanagementsystems generiert werden.
Aus Gebäudebegehungen hat sich im Ergebnis der zweiten Phase gezeigt, dass die Hauptverbraucher bei allen teilnehmenden Dienststellen im Strombereich liegen. Die Beleuchtung macht in den untersuchten Liegenschaften durchschnittlich ca. 35 Prozent des Energieverbrauchs aus. Auf Klima- und Lüftungsanlagen sowie auf die EDV-Ausstattung entfallen jeweils etwa 19 Prozent.
Während die Einsparungsmöglichkeiten bei der Beleuchtung auf 50 Prozent geschätzt werden, werden bei den PC-Arbeitsplätzen sogar mit 80 Prozent Einsparungen gerechnet. Für den Wärmeverbrauch wird durch eine effizientere Steuerung der Heizung und den hydraulischen Abgleich eine Einsparung von etwa 9 Prozent prognostiziert.

 

Plan – Do – Check – Act

Dieser kontinuierliche Verbesserungsprozess wird auch als PDCA-Zyklus (plan-do-check-act; deutsch: planen-umsetzen-überprüfen-handeln) bezeichnet und ist folgend dargestellt:

 

Auf diesen einmal implementierten Prozess und dessen Ergebnissen aufbauend haben die Dienststellen in den Folgejahren die Möglichkeit, aufwandsärmer ihre Energiesituation zu steuern und ihre Einsparziele anzupassen.

Die Dienststellen werden im „Plan-Do-Check-Act-Prozess“, von der Analyse über die Planung und Umsetzung von Aktionen bis zu der Auswertung der Reaktionen und ggf. Anpassung des Vorgehens von Experten begleitet. Es erfolgt eine zeitnahe Messung und Überwachung der Ergebnisse.