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Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Umweltministerin Priska Hinz stellen Bilanz 2016 für CO2-neutrale Landesverwaltung vor

Umweltministerin Priska Hinz und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer
Umweltministerin Priska Hinz und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer

„Um rund 235.500 Tonnen CO2 haben wir in den vergangenen acht Jahren die Emissionen der Landesverwaltung reduziert. Und das, obwohl wir die Kriterien, die wir unserer Bilanz für 2016 zu Grunde legen, im Vergleich zu den Vorjahren sogar erweitert haben. Die aktuellen Ergebnisse zeigen einmal mehr: Hessen ist auf dem richtigen Weg, um sein selbstgestecktes Ziel einer klimaneutral arbeitenden Verwaltung ab dem Jahr 2030 zu erreichen. Und diesen Weg gehen wir weiter – für den Umweltschutz in Hessen!“ Mit diesen Worten stellten Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Umweltministerin Priska Hinz die CO2-Bilanz 2016 der hessischen Landesverwaltung vor.

Um eine Grundlage zu schaffen, mit der weitere Klimaschutzaktivitäten und insbesondere die Entwicklung von CO2-Minderungsmaßnahmen sowie eine spätere Kompensation der verursachten Emissionen veranlasst werden können, wird nach Kabinettbeschluss regelmäßig eine CO2-Bilanz der hessischen Landesverwaltung berechnet und zertifiziert. Alle Verwaltungsebenen werden mit den Bereichen der Energieversorgung Gebäude, dem landeseigenen Fuhrpark und den Dienstreisen mit Flugzeug oder Bahn für diese Berechnung einbezogen. Die Berechnung erstreckt sich auf etwa 100.000 Mitarbeiter der hessischen Landesverwaltung. Abfall- und Abwasseraufkommen, der Papierverbrauch, das Pendelverhalten der Mitarbeitenden, Taxifahrten sowie Fahrten mit dem ÖPNV werden nicht bilanziert. Für die Bilanz 2016 werden erstmals auch dienstliche Fahrten mit den privaten Fahrzeugen der Beschäftigten erfasst.

Die Bilanz 2016 schließt mit 240.629 Tonnen CO2-Äquivalent ab. Bei der Eröffnungsbilanz im Jahr 2008 war das Ergebnis mit rund 476.000 Tonnen CO2-Äquivalent fast doppelt so hoch. „Auch im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Bilanzen haben wir den CO2-Ausstoß insgesamt reduzieren können. Der größte Anteil der Emissionen (rund 70 Prozent) gehe auf die Strom- und Wärmeversorgung zurück. „Besonders in dem energieintensiven Bereich der rund 2.000 Landesliegenschaften haben wir 2016 im Vergleich zu 2015 eine Reduktion des CO2-Ausstoßes von rund 3 Prozent erzielen können. Er ist von rund 177.000 Tonnen CO2 auf rund 172.000 Tonnen gesunken“, erläuterte der Minister. Dazu beigetragen habe das 2012 gestartete CO2-Minderungs und Effizienzprogramm (COME) der Landesregierung, das der energetischen Sanierung von Landesliegenschaften diene. Ferner werde die Sensibilisierung der Beschäftigten für energieeffizientes Handeln im Berufsalltag durch eine Vielzahl von Fortbildungsmöglichkeiten und Coachings unterstützt.

„Viele koordinierte Maßnahmen und jede Menge kluge Ideen stecken hinter der CO2-neutralen Landesverwaltung sowie hinter Nachhaltigkeitsstrategie als Ganzes. Das Beispiel der CO2-neutralen Landesverwaltung zeigt: Unsere Arbeit trägt Früchte. Und das bestätigt uns auch der TÜV, der unsere CO2-Bilanz jährlich prüft. Damit ist Hessen das einzige Bundesland mit einer von unabhängiger Stelle zertifizierten Bilanz!“, betonen die Staatsminister Dr. Schäfer und Hinz.

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Umweltministerin Priska Hinz
Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Umweltministerin Priska Hinz

Mit einer Baumpflanzung an einer Aufforstungsfläche im Wald bei Georgenborn in der Nähe von Wiesbaden eröffneten Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Umweltministerin Priska Hinz die Vorstellung der CO2-Bilanz 2014 der hessischen Landesverwaltung.

Um rund 234.000 Tonnen CO2 sind in den Jahren von 2008 bis 2014 die Emissionen der Landesverwaltung reduziert worden. Der größte Anteil der Emissionen (rund 60 Prozent) gehe auf die Wärmeversorgung der rund 2.000 Landesliegenschaften zurück. „Besonders in diesem energieintensiven Bereich haben wir 2014 im Vergleich zu 2013 eine deutliche Reduktion des CO2-Ausstoßes von rund 14 Prozent erzielen können. Er ist von rund 162.000 Tonnen CO2 auf rund 138.000 Tonnen gesunken“, erläuterte der Minister. Dazu beigetragen habe – neben der milden Witterung -  das 2012 gestartete CO2-Minderungs und Effizienzprogramm (COME) der Landesregierung, das der energetischen Sanierung von Landesliegenschaften diene. Ferner werde die Sensibilisierung der Beschäftigten für energieeffizientes Handeln im Berufsalltag durch eine Vielzahl von Fortbildungsmöglichkeiten und Coachings unterstützt.

„Mit der Bilanz 2014 sind wir dem Ziel einer CO2-neutral arbeitenden Landesverwaltung erneut ein gutes Stück näher gekommen. Sie zeigt transparent und nachvollziehbar auf, wie stark wir mit der Minimierung von klimaschädlichen Emissionen, dem Austausch fossiler Energieträger durch erneuerbare Energiequellen und dem Ausgleich unvermeidbarer Emissionen durch Klimaschutzprojekte unseren CO2-Fußabdruck reduzieren“, erklärten Schäfer und Hinz gemeinsam. Gleichwohl könne eine klimaneutral wirtschaftende Landesverwaltung nur durch die gemeinsame Anstrengung aller Ressorts erreicht werden. Deshalb gelte es, auch zukünftig Einsparpotentiale zu identifizieren. „Wir haben mit der Zielsetzung der CO2-neutralen Landesverwaltung und dem konsequenten Monitoring mittels unserer CO2-Bilanz einen wichtigen Prozess angestoßen. Im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung sind wir auch in Zukunft auf das Engagement und die Ideen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen, um unsere Emissionen weiter zu senken“, so die beiden Minister.

Erfolgreiche CO2-Bilanz der Hessischen Landesverwaltung für das Jahr 2012

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Umweltministerin Priska Hinz

„Ein harter Winter, mehr Gebäudeflächen im Landesbesitz – und dennoch konnten wir 2012 unseren CO2-Ausstoß erneut senken. Wir lassen uns von unserem Ziel einer CO2-neutralen Landesverwaltung nicht abbringen.“ So positiv fiel die Bilanz von Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Umweltministerin Priska Hinz in Wiesbaden aus.

Seit 2008 hat die Landesverwaltung ihren CO2 –Ausstoß um 46 Prozent verringert. 2012 ging er im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt zurück. Das klinge vielleicht wenig, so der Finanzminister, diese Leistung sei aber trotzdem hoch einzuschätzen: „Im harten Winter mussten wir mehr heizen. Außerdem hatten wir durch Neubauten vor allem an den Universitäten mehr Gebäude zu versorgen. Den Ausstoß dennoch zu senken, das ist beachtlich“, freut sich Schäfer. „Mit einem normalen Winter hätten wir den Ausstoß beim Wärmeverbrauch trotz zusätzlicher Flächen sogar um 8 Prozent gesenkt.“

„Das Projekt CO2-neutrale Landesverwaltung ist bundesweit einmalig“, betonte Umweltministerin Priska Hinz. Als ein Projekt der Nachhaltigkeitsstrategie sei es ein wichtiger Baustein der hessischen Klimaschutzpolitik und stehe im Einklang mit den Energiezielen des Landes. „Im Zentrum stehen dabei der sparsame und effiziente Umgang mit nicht erneuerbaren und nur begrenzt verfügbaren Ressourcen, denn nur ein nachhaltiges Handeln sichert den Wohlstand unseres Landes auch für die zukünftigen Generationen.“ Trotz der bereits erzielten Erfolge und der jetzt positiv ausfallenden CO2-Bilanzierung sei aber auch klar, dass das Ziel der CO2-neutralen Landesverwaltung bis 2030 jetzt mit Nachdruck weiterverfolgt werden müsse, so Hinz.

„Die Bilanz bestätigt, wie wichtig unsere ambitionierten Standards sind: in energieeffizienten Neubauten und bei energetischen Sanierungen“, hob Finanzminister Schäfer hervor. Unterstützend wirke dabei das von 2012 bis 2017 laufende Sanierungsprogramm für Landesimmobilien mit einem Gesamtvolumen von 160 Millionen Euro.

„Die Bilanz 2012 zeigt aber auch, dass weitere signifikante Verbesserungen nur mit erheblichen Anstrengungen zu erreichen sind. Die noch ausstehenden Schritte hin zu einer klimaneutralen Landesverwaltung werden aller Voraussicht nach die schwierigsten sein, da wir bereits jetzt hohe Emissionsminderungen realisieren konnten“, so Finanzminister Schäfer und Umweltministerin Hinz abschließend.

CO2-Fußabdruck der Landesverwaltung seit 2008 um rund 45 Prozent reduziert

„Die Minderung der Kohlendioxid-Emissionen in der hessischen Landesverwaltung geht in großen Schritten voran“, erklärten Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Umweltministerin Lucia Puttrich anlässlich der Vorstellung der CO2-Bilanz der hessischen Landesverwaltung für das Jahr 2011. Nach der Eröffnungsbilanz 2008 und den folgenden Berichten für die Jahre 2009 und 2010 sei dies die mittlerweile vierte Bilanz, die die Entwicklung der CO2-Emissionen in der hessischen Landesverwaltung aufzeige, sagte Finanzminister Dr. Thomas Schäfer zum Auftakt der Pressekonferenz. Im Jahresvergleich sei der Kohlendioxid-Ausstoß noch einmal um rund 10 Prozent gesenkt worden. Die ausgewiesenen Zahlen seien als positive Fortsetzung der CO2-Reduktion zu werten: „Vergleichen wir die heutigen Ergebnisse mit dem CO2-Äquivalent von 2008, so konnten die Emissionen um insgesamt knapp 45 Prozent gesenkt werden“, erklärte Schäfer. Dies sei vor allem auf die Umstellung auf Öko-Strom zurückzuführen.

Umweltministerin Puttrich betonte, dass das Land bei der Energiewende seine Rolle als Vorreiter ernst nehme. „Wir handeln – mit dem CO2-Minderungs- und Energieeffizienzprogramm unterstützen wir die energetische Sanierung der Bestandsgebäude der Landesverwaltung. Die Ergebnisse des Energiegipfels setzen wir um, indem wir darüber hinaus die hessischen Kommunen bei der Umsetzung der Klimaschutz-Aktionspläne und der Erstellung von CO2-Bilanzen unterstützen“, so Puttrich.

Die CO2-Bilanz für 2011 schließt mit 264.624 Tonnen CO2-Äquivalent ab. Wie in allen bisherigen Bilanzen ist hier ein Zuschlag von fünf Prozent enthalten, der mögliche Unsicherheiten in der Datenerhebung berücksichtigt. Den größten Anteil von rund 80 Prozent macht dabei die Energieversorgung der Gebäude aus. Mit etwa 20 Prozent schlagen die Emissionen für den Bereich Mobilität zu Buche. Auch für 2011 ist die CO2-Bilanz wieder von der TÜV Nord CERT GmbH erfolgreich zertifiziert worden. Der TÜV hat damit bestätigt, dass die Daten vollständig und richtig erhoben wurden sowie der gängigen Bewertungsnorm entsprechen.
Vergleicht man die vorliegenden Ergebnisse mit der Eröffnungsbilanz des Jahres 2008, bei der insgesamt 476.223 Tonnen CO2-Äquivalent berechnet worden sind, so konnte eine Gesamtminderung von 2008 bis 2011 um rund 45 Prozent erzielt werden. Die Umstellung der Versorgung des Landes Hessen auf 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien trägt dazu maßgeblich bei.

CO2-Fußabdruck der Landesverwaltung in zwei Jahren um fast 40 Prozent verkleinert

Auf Grundlage der für 2008 ermittelten Daten wurde die Entwicklung der CO2-Emissionen der hessischen Landesverwaltung für zwei weitere Jahre erfasst. Unterstützt wurde die Erstellung vom Landesbetrieb Hessisches Baumanagement.

Die CO2-Bilanz für 2009 schließt mit 384.078 Tonnen CO2-Äquivalent ab. Die Gesamtemissionen für 2010 betragen 294.180 Tonnen CO2-Äquivalent. Wie in der Eröffnungsbilanz 2008 ist jeweils ein Zuschlag von fünf Prozent enthalten, der mögliche Unsicherheiten in der Datenerhebung berücksichtigt. Die TÜV Nord CERT GmbH zertifizierte die CO2-Bilanz auch für diese beiden Jahre und bestätigt damit, dass die Daten vollständig und richtig erhoben wurden und die Bewertung der Norm ISO 14064-3 Umweltmanagement – Messung, Berichterstattung und Verifizierung von Treibhausgasemissionen entspricht.

Im Vergleich zur Eröffnungsbilanz des Jahres 2008, bei der insgesamt 476.223 Tonnen CO2-Äquivalent berechnet wurden, sind die Emissionen bis zum Jahr 2010 um 38,2 Prozent verringert worden.

Erste CO2-Bilanz der Hessischen Landesverwaltung

Zur Ermittlung der Startlinie hat die Hessische Landesregierung eine CO2-Eröffnungsbilanz erstellt. Sie dokumentiert die Menge und die Quellen der CO2-Emissionen der Hessischen Landesverwaltung für das Jahr 2008. Die CO2-Eröffnungsbilanz des Landes Hessen schließt mit 476.223 Tonnen CO2-Äquivalent. Darin ist ein Zuschlag von fünf Prozent enthalten, der mögliche Unsicherheiten in der Datenerhebung berücksichtigt.

Unterstützt wurde die Erstellung von der Firma FutureCamp Climate GmbH. Die TÜV Nord CERT GmbH zertifizierte die CO2-Bilanz anschließend und bestätigte damit, dass die Daten vollständig und richtig erhoben wurden und die Bewertung der Norm ISO 14064-3 Umweltmanagement – Messung, Berichterstattung und Verifizierung von Treibhausgasemissionen, entspricht.

In der CO2-Bilanz wurden alle CO2-Emissionen, die innerhalb der Hessischen Landesverwaltung als Dienstleister für die hessischen Bürger entstehen, erfasst und dokumentiert („Werkstorprinzip“). Die wesentlichen CO2-Emissionsquellen im Dienstleistungssektor sind:

  • der Energieverbrauch für den Betrieb der Gebäude und EDV-Anlagen
  • der Kraftstoffverbrauch der Fahrzeugflotte (Polizeifahrzeuge und andere Dienstwagen) sowie
  • Dienstreisen mit anderen Beförderungsmitteln (Flugzeug, Bahn)

 

Die Festlegung dieser Systemgrenze diente dazu, für die Eröffnungsbilanz eine Struktur zu finden, innerhalb deren sich die Daten über Emissionen erfassen und zukünftig auch beeinflussen lassen. Das bedeutet, dass CO2-Emissionen, die außerhalb des Werkstores entstehen - dazu zählen insbesondere Emissionen bei der Herstellung und der Lieferung von Produkten sowie der Arbeitsweg der Beschäftigten - nicht in der Bilanz berücksichtigt wurden. 

Die CO2-Bilanz soll zukünftig regelmäßig aufgestellt werden. In den Folgebilanzen werden die Auswirkungen der emissionsmindernden Maßnahmen in Erscheinung treten.